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Kraftfahrzeugtechnisches Institut und Karosseriewerkstätte

Fahrzeug-Verglasung

Beschädigungen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen, insbesondere von Personenkraftwagen (Pkw), stellen aus Sicht der Versicherungswirtschaft und von Reparaturbetrieben die häufigste Schadenursache in der Fahrzeugversicherung (Teil- und Vollkasko) dar. So wurden im Jahr 2011 in Teil- und Vollkasko insgesamt ca. 2,6 Mio. Glasbruch-Fälle in einem Umfang von ca. 1,2 Mrd. € Versicherungsleistung reguliert [GDV].

Diese Werte entsprechen, bezogen auf die Anzahl aller Kasko-Schäden einem Anteil von ungefähr 46 %, bezogen auf die Schadenleistungen aller Kasko-Schäden ca. 15 %. Im Jahr 2012 betrug die Versicherungsleistung für Glasbruch allein in Teilkasko ca. 1,11 Mrd. € bei etwa 2,32 Mio. Fällen [GDV]. Dies entspricht einer Erhöhung der durchschnittlichen Schadenhöhe eines Glasschadens um ca. 4,1 % von
460 € auf 479 €.

Neben der allgemeinen inflationsbedingten Preisentwicklung, z. B. steigenden Ersatzteilpreisen und Lohnkosten, werden weitere spezifische Einflussfaktoren auf den zu regulierenden Schadenaufwand angenommen. Diese werden einerseits in der zunehmenden Ausstattungsquote von Fahrzeugen mit Fahrerassistenzsystemen (FAS) im Bereich der Windschutzscheibe und andererseits in den damit einhergehenden Anforderungen an eine fachgerechte Unfallschaden-Instandsetzung vermutet. Neben den originären Ersatzteilkosten für FAS-spezifische Windschutzscheiben betrifft dies auch die Aktivitäten im Rahmen der Kalibrierung von FAS nach einem Scheibenwechsel. Überdies sind auch weitere Teilbereiche – insbesondere die Anforderungen an die Werkstattausrüstung sowie die Qualifikation der ausführenden Mitarbeiter in Reparaturbetrieben – zu betrachten.