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Kraftfahrzeugtechnisches Institut und Karosseriewerkstätte

Kooperationen

Neben der Durchführung von Forschungsprojekten für die KTI-Gesellschafter hat das KTI in der Vergangenheit mit relevanten Marktteilnehmern projektbezogen kooperiert und zusammengearbeitet.

RCAR - Research Council for Automobile Repairs

Das KTI ist Mitglied in RCAR, einer internationalen Organisation, welche sich mit Reparaturmethoden, der Crashsicherheit und der Kostenoptimierung von Kfz-Instandsetzungen beschäftigt. Somit kann das KTI gemeinsame Projekte mit weltweit agierenden Einrichtungen und Instituten vorantreiben und auf deren Forschungsergebnisse zurückgreifen.

In Deutschland und Europa ist RCAR vor allem bekannt für die Standardisierung des Versicherungseinstufungscrashs, bei dem ein Fahrzeug mit 15 km/h gegen eine 10 Grad angeschrägte Barriere gecrasht wird. Weitere Meilensteine der gemeinsamen RCAR-Arbeit sind Crashtests, bei denen die Wirkungsweise der Stoßfänger betrachtet wird. 2012 luden KTI und AZT gemeinsam zu einem Jahrestreffen in Dresden ein, bei dem die Forschungsinstitute aktuelle Projekte und Neuerungen aus dem Reparatur- und Forschungssektor präsentierten. Ein Hauptaugenmerk lag auf Bewertungssystemen für zukünftige Fahrerassistenzsysteme. In diesem Zusammenhang wurden weltweite Studien vorgestellt, die die Wirkungsweise von verschiedenen Fahrerassistenzsystemen analysieren.

VW-Projekt Fair Repair

Im Rahmen eines KTI-Forschungsprojektes hat das KTI, gemeinsam mit der Volkswagen AG, Wolfsburg (VW), eine Studie zur Untersuchung der passiven Sicherheit instand gesetzter Fahrzeuge durchgeführt.

Das KTI hat in der Vergangenheit das Crashverhalten von Pkw untersucht, bei denen zuvor ein Unfallschaden nicht fachgerecht instand gesetzt wurde. Es zeigte sich, dass sich die passive Sicherheit eines nicht nach Herstellervorgaben reparierten Pkw deutlich verschlechtern kann. Es stellte sich nach diesen Ergebnissen nun die Frage, ob und - wenn ja - wie sich eine fachgerechte Unfallreparatur auf die Insassensicherheit moderner Pkw auswirkt. Zur Beantwortung dieser Frage wurde analog zur ersten Versuchsreihe eine zweite Untersuchung mit einem fachgerecht reparierten Fahrzeug durchgeführt.

Um ein wichtiges Ziel des Projekts umzusetzen, nämlich die beteiligten Marktakteure für dieses Thema zu sensibilisieren, wurde das Projekt im Rahmen von Fachmessen, Schulungen und Seminaren, insbesondere Sachverständigen und Werkstattpersonal vorgestellt. In einschlägigen Fachzeitschriften erfolgte eine zielgruppenorientierte Information zu diesem Thema

BMW-Projekt FAS

Autonome Notbremssysteme erfahren derzeit eine stark zunehmende Verbreitung in Pkw. Waren diese Systeme anfänglich lediglich in Fahrzeugen der höheren Segmente verfügbar, sind autonome Notbremssysteme in jüngster Zeit auch in volumenstärkeren Segmenten erhältlich.

Um den Einfluss der Kollisionsgeschwindigkeit auf die Reparaturkosten zu identifizieren, wurde gemeinsam mit BMW als Hersteller der Versuchsfahrzeuge eine Versuchsreihe mit mehreren Crashtests durchgeführt. Die Schäden aller gecrahsten Fahrzeuge wurden detailliert diagnostiziert und miteinander verglichen. Darüber hinaus wurden im Rahmen dieses Projektes neue Fügefahren, wie zum Beispiel "Kleben und Nieten", der Umgang mit Aluminium-Bauteilen sowie der Diagnose komplexer Fahrzeug-Elektronik, untersucht.